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Firma Hein packt Wallpavillon im Zwinger ein

Der Zwinger in Dresden gehört zu den prachtvollsten Barockbauten der Welt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der fast vollständig zerstörte Gebäudekomplex wieder originalgetreu aufgebaut. Doch seit über fünf Jahrzehnten nagt die Zeit am Sandstein. Bereits seit Ende der 1980er Jahre werden die Gebäude liebevoll restauriert. Die Spezial-Gerüstbau Hein GmbH aus Bischofswerda unterstützt dies mit ihren individuell angepassten Gerüsten. Gerade verschwindet der Wallpavillon hinter einem solchen Spezial-Gerüst. Die Firma Hein setzt für den Materialtransport dabei auf ihren neuen kompakten Teleskoplader 525-60 von JCB.

Vor wenigen Wochen hat JCB seinen neuen Teleskoplader 525-60 dem Fach-Publikum präsentiert. Die erste in Deutschland ausgelieferte Maschine ist nun seit Anfang März in einer ganz besonderen Mission unterwegs. Sie hilft dem Spezial-Gerüstbauer Hein GmbH aus Bischofswerda dabei, den Zwinger in Dresden „zu verpacken“.

Die Gebäude des Zwingers wurden mit dem für die Region typischen Sandstein gebaut. Nach und nach werden nun die einzelnen Abschnitte be-hutsam saniert. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanage-ment (SIB), als Auftraggeber und Bauherrenvertretung für die Baumaßnahmen am Zwinger, setzt dabei auf hoch spezialisierte Profis – auch im Bereich des Gerüstbaus. Das Familienunternehmen Spezial-Gerüstbau Hein GmbH baut seit mehr als 25 Jahren passgenaue Gerüste am historisch wertvollen Ensemble, wegen der Besonderheiten der Gebäude und der komplexen, an-spruchsvollen Restaurierungsarbeiten. Nach dem Nymphenbad, der Bogen-galerie, dem Kronentor und dem Mathematisch-Physikalischen Salon ist nun der Wallpavillon an der Reihe.

Insgesamt acht Wochen wird das Einrüsten des ovalen Barock-Gebäudes, das mit zahlreichen Skulpturen an seiner Außenansicht bevölkert ist, dauern. Die Fa. Hein nutzt Ihren neuen Teleskoplader 525-60 von JCB zum Entladen der Gerüstbauteile und für den Materialtransport.

Mehr als 3.000 qm Spezial-Flächengerüst wird die Firma Hein hier verbauen. Nun ist der Zwinger jedoch keine Baustelle wie jede andere, wo man einfach alles absperrt und das Material mit großem LKW direkt auf die Baustelle brin-gen kann. Die Stahlrohre, Böden und den Betonballast muss der Teleskopla-der von einem LKW abladen, der an der Straße zwischen Oper und Zwinger parkt. Durch die gute Vorwärtsreichweite des Teleskopladers von bis zu 3,5 m und die gute Sicht aus der Kabine geht das Entladen schnell voran.

Der Fahrer schlängelt sich mit seinem Material über einen engen Zufahrtsweg zum Wallpavillon. Dieser Weg ist für Fahrzeuge über 7,5 t gesperrt. „Der kompakte 525-60 ist ideal für diesen Einsatz“, fasst Lars Hein zusammen. „Zum einen ist er nur 1,8 m breit und 1,9 m hoch und damit genau richtig di-mensioniert. Außerdem bietet er mit seinem Einsatzgewicht von rund 5,4 t noch über 2 t Spielraum für das Material bevor wir die magische Obergrenze der Befahrbarkeit der Wege erreichen. Ohne die Begrenzung wären sogar
2,5 t Zuladung drin.“ So lassen sich auch die 800 kg schweren Beton-Ballastplatten gut transportieren, die für das Beschweren des Gerüstes not-wendig sind. „Und mit dem hydrostatischen Antrieb lässt sich die Maschine mit einer feinfühlig dosierten Geschwindigkeit behutsam auf dem engen Weg manövrieren“, freut sich Hein. Der JCB Diesel by Kohler-4-Zylinder-Motor mit 2,5 l und 55 kW (74 PS) produziert bereits bei 1500 U/min ein maximales Drehmoment von 300 Nm. Damit stellt er schon bei geringer Motordrehzahl genug Reserve für Hubleistung und zügiges Fahren zur Verfügung. Wichtig ist dem Unternehmer auch die gute Rundumsicht aus der Komfortkabine heraus. Denn er ist in diesen frühen Morgenstunden doch schon dem ein oder ande-ren Besucher begegnet und mehr als froh, dass er keinen toten Winkel hat und die Strecke somit stets sicher hin und her fahren kann.

Der touristische Hochbetrieb mit mehreren Millionen Menschen jährlich beginnt gegen zehn Uhr. Bis dahin hat Hein den LKW längst entladen und das Material im abgesperrten Baustellenbereich zwischengelagert.

Aber auch auf der Baustelle selbst ist es recht eng. Nur der wirklich notwendi-ge Raum wurde hier abgesperrt, um das touristische Treiben so wenig wie möglich zu behindern. Während auf der Vorderseite des Wallpavillons ein Kran gerade noch beim Heben der Gerüstbauteile helfen kann, ist auf der Rückseite dieser Platz nicht mehr vorhanden. Hier setzt Hein die 800 kg schweren Betonplatten, die das Gerüst beschweren sollen, mit dem Teleskop-lader 525-60. „Gut, dass man den Teleskoplader einfach von Vorderrad- auf Allrad- oder sogar Hundeganglenkung umschalten und so in dieser Enge ma-növrieren kann. Und mit 6 m Hubhöhe und einer Vorwärtsreichweite von 3,5 m ist er absolut perfekt dimensioniert.“

Das Spezial-Gerüst baut Hein in einer Art Zwiebel-Bauweise in bis zu drei Schichten. Ein einschaliges standardisiertes Systemgerüst ist hier nicht mög-lich. Denn die barocke Fassade lässt sich keiner Norm unterwerfen. Zahlreiche Ein- und Ausbuchtungen müssen berücksichtigt und möglichst nah umbaut werden, damit die Restauratoren später sicher ihrer Arbeit nachgehen können. Darum werden hier die Stahlrohre mit Rohrkupplungen so minutiös miteinander verwoben, dass die darauf liegenden Holzdielen an keiner Stelle mehr als 25 cm Abstand zum Gebäude haben werden. Insgesamt mehr als 17000 Einzelteile wird der JCB Teleskoplader bis zum Abschluss des Gerüst-baus umgeschlagen haben. Mindestens zwei Jahre lang werden die Restau-ratoren dann an diesem Gebäude arbeiten. Um außen eine homogene Fläche mit Normmaßen für ein realitätsgetreues Fassadenbanner zu erhalten, das die Bauzeit für die Touristen überbrückt, schließt die Konstruktion nahtlos mit einem Standardgerüst als äußere Schicht ab.

Das Familienunternehmen Hein kennt die besonderen baulichen Anforderun-gen historischer Gebäude und hat sich genau darauf spezialisiert. Über 400 historische Bauten und über 200 Kirchtürme hat der 3-Generationen-Betrieb in den letzten zwanzig Jahren individuell eingerüstet. Sicherheit und Fachwissen ist nicht nur beim Bau der Spezial-Gerüste gefragt, sondern auch eine über-geordnete Anforderung an das Unternehmen. „Denn schließlich haben nicht nur die Gebäude einen hohen Wert. Mitunter befinden sich auch in den Räu-men dahinter noch Schätze, die es zu bewahren gilt und die durch unsere Gerüste auch im Falle eines Sturms nicht gefährdet werden dürfen“, resümiert der Junior-Chef. „Das hohe Vertrauen unserer Auftraggeber in uns haben wir uns in über zwanzig Jahren Firmengeschichte hart erarbeitet – und wir arbeiten tagtäglich daran, dieses Vertrauen zu bewahren.“

Diesen hohen Anspruch stellt Hein entsprechend auch an JCB. Seit fast zehn Jahren vertraut er dieser Marke. „Ob der Radlader 406, der Minibagger 8040 und der Kompakt-Traktor 323 – was mir besonders an den JCB-Maschinen gefällt, ist, dass sie einfach laufen. Sie sind absolut wartungsarm. Und das bisschen Service, das sie brauchen, darum kümmert sich dann der JCB-Händler Fischer Jung aus Arnsdorf. Das ist gleich um die Ecke und damit sehr bequem für uns.“ Lars Zilcher, Gebietsverkaufsleiter, und Matthias Hennig, Kundendienstleiter von Fischer Jung sind speziell auch von der Ser-vicefreundlichkeit des Teleskopladers 525-60 mehr als begeistert: „Seiten-klappe auf und der Motor ist von drei Seiten zugänglich. So kann der Kunde ganz bequem die täglichen Kontroll- und Schmierarbeiten vom Boden aus ausführen. Und auch im Werkstattservice sind durch diese intelligente Kon-struktion einfach schneller.“ Ein großer Pluspunkt dieser Maschine in Punkto Servicefreundlichkeit liegt auch im umweltfreundlichen Motor begründet. Die-ser erfüllt die EU Abgasstufe 3B, was dem Tier 4 Final-Standard entspricht – komplett ohne Dieselpartikelfilter oder SCR-System und Additive. Somit gibt es keinen Dieselpartikelfilter, der regelmäßig ausgebrannt werden muss. Die-ser JCB Diesel by Kohler-Motor verfügt über ein innovatives Emissionskon-trollsystem, das nicht gewartet werden muss und die Abgasbestimmungen trotzdem einhält. „Ein Pluspunkt mehr für uns!“ kommentiert Lars Hein diese Servicefreundlichkeit.

Wenn sein Team und der Teleskoplader schließlich nach acht Wochen Arbeit die Baustelle verlassen, will Lars Hein den 525-60 für die Erdarbeiten zum Bau seiner neuen Halle einsetzen, die in Bischofswerda entstehen soll. „Und wenn wir dann einen Schlegelmulcher anbauen, können wir damit sogar die Grünflächen rund um unser Betriebsgelände selbst pflegen“, denkt der Famili-enunternehmer weiter. Die Maschine besitzt einen Q-Fit Schnellwechsler von JCB, sodass sich Anbaugeräte wie der Schlegelmulcher bequem andocken und vom Fahrerhaus aus wechseln lassen. Mit einer hydraulischen Leistung von 90 l/min wird der Teleskoplader so zum vielseitigen Geräteträger.